Am Samstag hat Weiden Geschichte geschrieben: Zum ersten Mal fand in der Oberpfalz ein Christopher-Street-Day (CSD) statt – unterstützt von Arbeit und Leben in Bayern. Rund 300 Menschen zogen vom Jugendzentrum durch die Innenstadt bis in den Max-Reger-Park und setzten dabei ein sichtbares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Gleichberechtigung.
Organisiert wurde der CSD von der Initiative Linkswerk gemeinsam mit Kunterbunt Amberg. Musik, Plakate, bunte Fahnen und Seifenblasen prägten die Demonstration, die von vielen Menschen am Straßenrand begleitet und gefeiert wurde. „Ein CSD ist nicht nur ein Fest mit Musik und Infoständen. Es ist vor allem ein Ort, an dem jede und jeder so sein kann, wie er oder sie ist – ohne Angst und Verurteilung“, betonte Antonia Raithel vom Jugendtreff PlanB in ihrer Rede.
Auch viele Unterstützerinnen und Unterstützer, die nicht selbst Teil der LGBTQIA+-Community sind, nahmen teil. Sie machten deutlich, dass Solidarität und Sichtbarkeit für alle wichtig sind. Besonders berührend war, dass mehrere Generationen gemeinsam Flagge zeigten – von jungen Erwachsenen bis hin zu Seniorinnen und Senioren.
Die Mischung aus politischem Protest und fröhlichem Straßenfest war unübersehbar und verlief völlig friedlich. Die Polizei bestätigte, dass es keinerlei Vorfälle während der Demonstration gab.
Als Bildungsträger mit klarem Bekenntnis zu Demokratie, Vielfalt und Menschenrechten unterstützt Arbeit und Leben in Bayern diesen ersten CSD in Weiden. Veranstaltungen wie diese tragen dazu bei, dass Diskriminierung keinen Platz hat – weder in der Oberpfalz noch anderswo.